Für alle großen Geschwister und Au-Pairs

Wie versprochen eine Ideenliste für Spiele und Unterrichtseinheiten. Probiert einfach aus, was euch und eurem Geschwisterkind/eurem Schüler gefällt.

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Eigene Spiele basteln! Puzzle z.B. lassen sich super selbst machen: Nehmt ein selbstgemaltes Bild, oder ein Foto, klebt es auf eine festere Unterlage, malt ein Puzzlemuster auf und schneidet es aus. Toll ist auch ein Memorie selbst zu machen. Entscheidet euch für ein Thema für das sich euer Geschwisterkind interessiert. In meinem Fall waren das z.B. Königshäuser. sucht euch im Internet Bilder zu diesem entsprechenden Themengebet zusammen, druckt diese auf festeres Papier und schneidet dann die Spielkarten für das Memoriespiel aus.

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Wenn eure Gastschwester musikalisch ist: singt Lieder in der zu lernenden Fremdsprache und lernt Songtexte auswändig. Toll für lange Autofahrten. Hat man Zeit und Lust kann man zu den Lieblinsliedern eine Choreographie erarbeiten. Auch ein kleines eigenes Lied lässt sich komponieren und einstudieren.

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Neben eigenen Liedern macht es auch Spaß eigene Gedichte zu verfassen. Sammelt dazu zuächst Reimwörter zu einem bestimmten Themengebiet – dann ist das Gedichteverfassen danach nicht sehr schwer.

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Selbst verfasste Gedichte und Geschichten, sowie nachgesungene Lieder lassen sich super für ein Radioprogramm nutzen. Denkt euch einen Namen für euren Sender aus, führt Interviews, macht Umfragen und legt euch Stichpunkte für „Life-Moderationen“ zurecht. All eure Beiträge könnt ihr aufnehmen und dann – z.B. in dem kostenlosen Programm Audacity – zusammenschneiden. Ich verspreche euch: eure Schützlinge werden stolz auf sich und ihre Arbeit sein.

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Power-Point-Präsentatonen, Flyer… all das ist heute sehr einfach, am Laptop zu erstellen. es ist eine tolle Möglichkeit Englischlernen, Aneignung von Allgemeinbildung und das Vermitteln technischer Grundkenntnisse zu verbinden. In einer Präsentation lassen sich alle Lieblingspflanzen vorstellen, es kann ein eigenes Hotel gestaltet und in der Präsentation „beworben“ werden, oder es entsteht ein ganzer selbstgestalteter Freizeitpark. Durch die Präsentation des Erarbeitenden vor Eltern und Freunden als Abschluss gewinnt das Kind zudem wichtige Erfahrungen, lernt mit Lampenfieber umzugehen und erlernt rhetorische Fähigkeiten.

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Science: Auch die Kombi aus Sprache und Wissenschaft im Bereich der Naturwissenschaften kann super spaßig sein. So kann man es mit kleinen Heimexperimenten krachen lassen, oder sich etwas ruhigeren Aufgaben widmen, wie z.B. dem Kristallzüchten. Anleitungen zu physikalischen oder chemischen Experimenten mit leicht erwerblichem Material, gibt es zahlreich im Internet.

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Flugzeugwettfliegen: Auch hier werden viele Lernbereiche miteinander kombiniert. Sucht euch Anleitungen für unterschiedliche Flugobjekte zusammen, bastelt fleißig verschiedene Modelle und entlasst sie in die Freiheit der Lüfte – welcher fliegt am weitesten?

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Briefe schreiben. Etwas, das man Kindern in der heutigen Gesellschaft nicht mehr für ihr zukünftiges Leben, aber immerhin doch als „historisch bedeutend“ beibringen sollte. Soll euer Schüler in der Fremdsprache schreiben, hat aber wenig Motivation dazu? Dann bastelt jeweils einen Briefkasten, hängt ihn an eure Zimmertüre und schreibt euch regelmäßig Briefe. Die Korrekturen können dann auch über den Postweg wieder zurückgeschickt werden.

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Wundertüte: Etwas das meine Gastschwester liebte. Besorgt kleine Geschenke und verpackt sie in mehrere schön verzierte Tüten. Selbst das basteln und verzieren bereitet bereits Spaß. Schenkt euch die Tüten dann gegenseitig – und: freut euch über die Überraschung. Witzig ist zudem, vorher tastend versuchen zu erraten, was sich in der Verpackung befindet.

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Verkaufsshow: Die absolute Lieblingsbeschäftigung meiner Gastschwester fördert nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch die Kreativität und die Präsentationsfähigkeiten. So geht’s: Sammelt einige Gegenstände zusammen und werft sie in eine Tasche. Pro Runde muss einer der Mitspieler mit geschlossenen Augen aus der Tasche einen Gegenstand ziehen. Nach zehn Sekunden Vorbereitungszeit wird eine Minute Zeit gestoppt, in der der Spieler das Objekt anpreisen muss. Die Vorzüge werden hervorgehoben und übertrieben, den Gegenständen werden magische Fähigkeiten zugesprochen und es werden spezielle Sonderangebote gemacht … wird er es am Ende verkauft bekommen? Witzig ist es auch, die „Verkaufsshow“ zu filmen, sodass der Agierende im Nachhinein selbst beurteilen kann, wie gut seine Kaufsargumente waren.

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Apropos Verkaufen. Es ist auch sehr spaßig einen eigenen Werbespot zu erstellen. Schreibt ein kleines Drehbuch, macht mehrere Filmaufnahmen und schneidet letztendlich am Computer eine schöne Werbung zusammen. Ergänzt die passende Musik und – fertig ist der Werbespot!

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Schatzsuche. Erstellt eine Schatzsuche für einen Freund, oder für die Eltern. Denkt euch geheimnisvolle Bezeichnungen für die einzelnen Räume des Apartments au und benennt Möbelstücke neu. Zeichnet eine Schatzkarte (wirkt besonders authentisch, wenn man sie an den Rändern anbrennt  -vorsicht: am besten über dem Waschbecken) und – beobachtet am Ende amüsiert die Anstrengungen von Freunden und Eltern, den Schatz zu finden.

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Wenn es ans Basteln geht, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Von Geburtstagskarten über Tierorigami… Besonders gefallen hat meinen Gastgeschwistern das Gestalten eines eigenen Flyers. In kleinen Texten und selbst gezeichneten Bildern wurden Sehenswürdigkeiten des eigenen Orts angepriesen. Stolz kann dieser dann den nächsten Gästen überreicht werden.

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Kreativitätsfördernd ist auch folgende sehr spaßige Freizeitbeschäftigung: Lasst Lieder in der zu erlernenden Sprache laufen, oder schaltet Hörbücher an und lasst euren Schüler dazu malen, was ihm in den Sinn kommt. Im Anschluss kann diskutiert werden, warum welche Motive auf dem Bild gelandet sind und auch dieses Kunstwerk kann wieder stolz präsentiert und erläutert werden.

Fürs Malen gibt es drei nette Spiele: malt ein Motiv zunächst ganz normal, dann mit der anderen Hand, danach mit geschlossenen Augen und zum Schluss versucht ihr, das Motiv zu zeichnen, ohne den Stift abzusetzen. Sehr witzig ist es auch, ein Gesicht zu zeichnen, dabei aber entweder Nase, oder Mund, Augen… wegzulassen. Aufgabe des Partners ist es nun mit geschlossenen Augen den fehlenden Gesichtspart zu ergänzen – sehr amüsant! Speed-Painting macht auch Spaß. Ihr nennt Begriffe und euer Schüler hat zehn Sekunden Zeit, diese zeichnerisch darzustellen.

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Wenn ihr etwas von eurer eigenen Kultur einbringt, stößt das besonders wenn ihr im Ausland seid, stets auf Begeisterung. Ihr könnt z.B. einen Adventskalender basteln und ein anderes Ereignis in 24 Tagen anstelle dem Weinachtsfest anstreben. Auch das Ausblasen und Bemalen von Ostereiern, oder das Verstecken und Suchen von kleinen Geschenken, bereitet viel Freude!

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Ein wenig Schauspielern ist auch sehr spaßig. Muss zum Beispiel ein Text auswendig gelernt werden, dann lest ihn mit unterschiedlichen Emotionen, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, mit ungewohnten Betonungen… so wird das Rezitieren viel weniger langweilig, und der Text bleibt gut im Gedächtnis hängen.

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Als letztes nun etwas Kulinarisches: Mahlzeiten im Dunkeln einzunehmen sind es inzwischen ja wert eine Menge Geld auszugeben. Doch auch mit einem kleineren Budget kann man gut auskommen: Bekocht euch gegenseitig und dunkelt den Raum ab. Sehr amüsant ist es auch, wenn man der bekochten Person eine Augenbinde umlegt – dann können die anderen am Tisch aufpassen und besonders: es kann gemeinsam darüber gelacht werden, wenn das Essen vom Besteck herunterfällt, oder ausversehen neben dem Mund landet. Am nächsten Tag wird gewechselt, sodass jeder die Situation in unterschiedlichen Rollen erlebt. Zusätzlich kann man den für diese Mahlzeit „erblindeten“ erraten lassen, was er gerade verspeißt.

 

Natürlich gibt es noch vieeeel mehr zu tun und es gibt vieeel mehr Ideen. Doch der Artikel ist jetzt schon lange genug. Insgesamt gilt die Devise: Hört ausreichend auf euren Schüler/euer Geschwisterkind. Denn diese haben oftmals selbst tolle Ideen!

 

 

 

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