Mein Weg nach Sheffield

Wie Informatik, Politik und Sightseeing zusammenpasstIch kann es nur immer wiederholen. Es ist wirklich verrückt, wie schnell die Tage verfliegen. Ich habe noch in Erinnerung, wie ich vor eineinhalb Jahren bereits dieses Praktikum faszinierend fand, damals aufgrund meines Alters und mangels Zeit mich noch nicht einmal bewarb und wie ich in der vierten Runde im Februar diesen Jahres darum kämpfte, dieses Praktikum zu erhalten. Und jetzt – sitze ich hier im Office im „Animal and Plant Sciences Department“ der University of Sheffield und kann mir schon jetzt vorstellen, wie ich bald meine Eltern, die mich in meiner allerletzten Praktikumswoche besuchen kommen werden, genau diese Straße entlangführen werde, die ich noch vor wenigen Stunden verzweifelt entlangwandelte, als ich heute an meinem ersten Arbeitstag, das erste Mal den verdammten Weg zum Alfred Denny Building suchte – und mich natürlich gleich in Sheffield verlief.
Aber – Nostalgie zu empfinden ist jetzt, zwölf Stunden nach meiner Ankunft in der kleinen WG, in der ich die nächsten knapp sechs Wochen verbringen werde, wirklich noch zu früh. Also konzentrieren wir uns lieber auf die Frage: Von was rede ich da eigentlich gerade und was ist in den letzten Tagen passiert.

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Durch meine Teilnahme an der Internationalen Biologieolympiade 2016/17 habe ich es in der dritten Runde neben meinem guten Abschneiden im Wettbewerb geschafft, einen Praktikumsplatz an der University of Sheffield zu erlangen. Nach mehrmaligem Hin und Her und der schwierigen Terminfindung, konnte ich am 22.10. meine Reise nach England beginnen. Warum genau am 22.10? Das Praktikum durfte ich erst als Volljährige beginnen und – wenn solche Restriktionen herrschen, muss ich schließlich gleich meinen 18. Geburtstag als ersten Arbeitstag ausnutzen. Doch damit begann das Abenteuer nicht erst.

 

Schon vorher musste ich mich um Flug, Zugfahrt und vor allem Wohnung kümmern. Und genau hier liegt der Haken – welcher Mieter einer günstigen Studentenwohnung möglichst nah an der Universität ist daran interessiert, sein Appartment für wenige Wochen zu vermieten? Genau: niemand. Die meisten Mieter hatten schon im Internet einen „Minimum Term“ angegeben und die anderen ließen mich bei einer näheren Anfrage und Angabe meiner Aufenthaltsdaten abblitzen. Gefühlt tausende Links hatte ich mir gespeichert, führte zahlreiche Telefongespräche und schrieb hunderte E-Mails. Umso glücklicher war ich, als ich schließlich eine Wohnung fand, die sowohl preislich, als auch von der Lage her gut passte. Nun stand meinem Aufenthalt nichts mehr im Weg.

Hier findet ihr einen Kurzbericht, um euch einen Überblick über meine Praktikumszeit an der University of Sheffield zu verschaffen:

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Um euch jedoch einen tieferen Einblick  zu geben, könnt ihr den ausführlichen Bericht ausgestattet mit zahlreichen Bildern hier durchstöbern. Viel Spaß beim Lesen.

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