Straßen wie Achterbahnen – Transportsysteme Teil III

In meinem ersten Artikel über chinesische Transportsysteme habt ihr bereits einige Informationen zum PKW-Verkehr in Chongqing erfahren. Nun folgen einige Ergänzungen und wichtige Tipps, die man als Chinareisender beachten sollte.

Nein, das was ihr hier seht ist keine Achterbahn, sondern wirklich eine ganz normale Straße. Wie all die Hochhäuser sind die Straßen und Verkehrsnetze hier nicht weniger beeindruckend. Straßen, Brücken, Unterführungen, alles kreuzt und überschneidet sich in einem irgendwie sinnergebenden System. Wie schon erwähnt, steht man als Autofahrer zwar fast immer im Stau, einmal auf dieser Ringstrecke zu fahren, ist aber doch ein Erlebnis und für jeden Physiker, der schon immer einmal die Zentripetalkraft am eigenen Leib spüren wollte, die ideale Gelegenheit.

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Möchte man sich weder der Gefahr aussetzen in der Subway erdrückt, von Autos als Fußgänger überfahren zu werden, oder am Steuer aufgrund der vielen Staus einen Nervenzusammenbruch zu erleiden, kann man immer noch die etwas teureren, aber im Verhältnis zu deutschem Individualtransport lächerlich günstigen Dreiradtaxen nutzen. Warum genau diese roten Wägen auf drei Rädern unterwegs sind, ist mir auch jetzt noch ein Schleier, aber vermutlich verringert das die Herstellungskosten und hält den Charme aufrecht, sodass die mutigen Touristen von dieser Transportmöglichkeit angezogen werden. Kaum ein Fahrer dieser roten Gefährte spricht Englisch, durch das Zeigen der Adresse auf dem eigenen Handydisplay, oder den Trick, das Telefon an ihn weiterzureichen mit einer chinesischen Freundin am anderen Ende der Leitung, die die Adresse durchgibt, ist man auf der sicheren Seite. Der Preis für die Fahrt muss zu Beginn ausgehandelt werden, oder man lässt sich von einem chinesischen selbstbewussten Einwohner abholen, der nicht auf erhöhte Preise reinfallen wird.

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Neben diesen roten Kleinwägen gibt es auch noch gelbe „normale“ Taxen. Das, was bei einem Transport in diesem am meisten auffällt: so lange nicht alle Plätze besetzt sind, fährt der Fahrer damit fort, weitere Passagiere einsteigen zu lassen – selbst wenn diese weder zur Familie, noch zum Bekanntenkreis der Insassen gehören. Angesichts der erhöhten Umweltfreundlichkeit durch die vollbesetzten Fahrzeuge sowie angesichts der ohnehin schon vollen Straßen in Chongqing ist diese Handhabe auf jeden Fall zu befürworten.

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