Von Hühnerfüßen bis hin zu noch halblebendigen Fischen- was Chinesen alles in sich hineinstopfen Essen Teil V

FLEISCH
Es ist wirklich unglaublich wie viel und zu was allem die Chinesen Fleisch essen. Fleisch ist bei jedem Mittag- und Abendessen dabei und in den Supermärkten füllen die Hühnerfüße, Schweinsschenkel und Kuhinnereien noch einmal deutlich mehr Regale als die Gemüse- und Obstabteilung. Für mich als Vegetarier keine gerade angenehme Erfahrung.
Ausführlich berichte ich über das Thema „Fleisch in Chongqing“ und speziell mein Vegetarierdasein in China und aller Welt in den folgenden beiden Artikeln:
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Sehr begrüßen kann ich das Verhalten meiner Gastmutter, die ab dem zweiten Monat meines Aufenthalts damit begonnen hat, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Jede Mahlzeit, die wir zu zweit einnehmen bereitet sie vegetarisch zu. Sie ist der Überzeugung, davon nicht satt zu werden – aber mal sehen. Vielleicht pendelt sich das innerhalb der nächsten Wochen noch ein.
OBST & GEMÜSE
Neben der etwas gewöhnungsbedürftigen Zubereitung von Gemüse Zucker und Öl) LINK ist es besonders interessant, welches Gemüse es in China zu kaufen gibt. Die Supermarktregale quellen über von der Vielfalt an vitamin- und wasserreichen Lebensmitteln.
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Dies ist ein ganz besonderes Gemüse in China und daran scheiden sich die Geister. Einige mögen es, andere können es aufgrund seines bitteren Nachgeschmacks gar nicht ausstehen. Ich persönlich finde den Geschmack wirklich interessant und stehe dem Blattgemüse nicht abgeneigt gegenüber.
Daneben gibt es viel Lotuswurzel, die in knackiger Form super lecker ist, ein grünes Gemüse, das an Mangold erinnert, Pilze und viele verschiedene Arten Kürbis.

Auch die Vielfalt der Früchte ist genial. Neben Drachenfrucht mit weißem und pinkem Fruchtfleisch lassen sich Mini-Orangen finden, bei denen man die Schale mitisst und auch kleine bittere Miniäpfel werden serviert. Daneben gibt es Ananas und Mango, je nach Jahreszeit auch Erdbeeren, Kirschen und und und. Im Obstregal des Supermarktes bräuchte man sicher eine Stunde, um sich eine solide Übersicht zu verschaffen.

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Dies ist eine Frucht, die man entweder mag oder hasst. Meinem Geschmack nach ist sie nicht sonderlich begehrenswert. Ihr Gestank ist so intensiv, dass mein Gastvater seiner Familie sogar verboten hat, sie in der Wohnung zu verzehren. Der Geschmack – nun ja. Mehr als gewöhnungsbedürftig und wirklich unmöglich zu beschreiben. Am Selbstkosten führt also nichts vorbei.
CHINESISCHE PIZZA
Wer original-italienische Pizza liebt, wird in China sicherlich Pizza-Restaurants meiden. Und auch wenn man in einer Gastfamilie lebt und die Kinder sich auf ein gemeinsames Pizzabacken mit der Nachbarin freuen, blickt der Durchschnittsdeutsche dem Abend sicher nicht allzufröhlich entgegen – denn Chinesen haben ihre eigene Art Pizza entwickelt.

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Wie auf dem Foto zu sehen wird der „Pizzateig“ mit einer etwas sehr süßlichen und kaum gewürzten Tomatensauce bestrichen. Als Belag kommen Wurst- und Avocadostückchen, Pilzscheiben, Paprika, Ananas und Bananen gemischt auf den Teig. Ein wenig Käse wird darübergestreut – das einzige Gericht überhaupt bei dem ich bisher Käse gegessen habe. Die Pizza an sich wird mit einem recht dicken Boden zubereitet und nicht wirklich gut durchgebacken. Ich kann mich an den Geschmack gewöhnen – mein Lieblingsgericht wird es nun jedoch nicht gerade. Dennoch bietet es eine nette Abwechslung zum sonst doch recht dominierenden Reis.
Wer auf nicht-chinesisches Essen besteht, und die Pizza nicht gerade appetitlich findet, kann auf McDonald, BurgerKing und KFC zurückgreifen. Ich selbst war bisher nur in letzterem Essen. Interessant ist in jedem Fall das sich auch in diesen Ketten von den Filialen in Deutschland unterscheidende Angebot. So gibt es im KFC auf einmal Nudelsuppen und viel Reis und auch der Mc Donalds hat ganz andere Waren im Angebot. Beim Vorbeilaufen am Burger King hingegen habe ich bisher ziemlich gleiche Produkte wie in Deutschland festgestellt. Reingegangen bin ich noch nie, aber auf den Plakaten prangern Burger und Pommes. Insgesamt bin ich auch in Deutschland überhaupt kein Fan dieser Fast-Food-Läden, und finde dort auch meist recht wenige vegetarische Leckereien, weshalb ich hier wirklich keine Expertin bin, was Geschmack und Qualität angeht. Daher könnte ich selbst nach einem Besuch eines solchen Ladens hier in China, kaum als Beraterin helfen – alle, die es aber ausprobieren wollen, oder das chinesische Essen irgendwann „satt“ haben, sind aber herzlich dazu eingeladen, es zu testen und ihre Meinung in die Kommentare zu schreiben. Schmecken Burger und Pommes also weltweit gleich? Würde mich auch interessieren.

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