Von physikalischem Faltorigami zum Quadfahren

Erlangen, hieß eines meiner ersten Ziele kurz nach meiner Rückkehr aus Afrika. Warum gerade Erlangen? Nicht nur, weil es sich dabei um eine ganz nette Stadt handelt, die sicher einmal einen kurzen Abstecher wert ist, sondern: zum Forschen. Diejenigen unter euch, die meinen Blog fleißig verfolgen, können sich sicher noch an meinen Bericht über das GPT 2017 in Frankfurt erinnern. Beim German Physicists‘ Tournament habe ich mich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert und darf nun gemeinsam mit einem aus Erlangen stammenden Physikstudententeam Deutschland in Moskau vertreten. Das ganze findet im April statt, sodass momentan die heiße Forschungsphase ausgebrochen ist. Ich begebe mich also schleunigst nach Erlangen um sowohl das Equipment vor Ort nutzen wie auch mich mit meinen Teamkollegen kurzschließen zu können. Vor Ort werden Versuche aufgebaut, es wird gebrainstormed, Präsentationen vorbereitet alte IPT Finale angeschaut, analysiert und Strategien besprochen. Was es dabei mit dem Physikalischen Faltorigami auf sich hat, erfahrt ihr hier.

Doch am Freitag, 16.02 muss ich um 6:30 auch schon wieder im Halbdunkeln zum Erlanger Hauptbahnhof marschieren und mich auf den Weg nach Bad Honnef begeben. Dort findet der junge Ableger des GPT statt. Das GYPT.

Wobei, zeitlich jünger ist tatsächlich das IPT für Studierende, das sich erst vor neun Jahren aus dem internationalen Schülerwettbewerb abgeleitet at. Doch Altersmäßig sind die Teilnehmer beim GYPT deutlich jünger, daher auch das zusätzliche Y: Young.

facebook

Die GYPT Facebook-Seite

Die letzten zwei Jahre konnte ich bereits beim GYPT in Bad Honnef mein bestes geben und landete im vergangenen Jahr mit meinem Team sogar auf Platz zwei im Finale aber 2018 nahm ich eine ganz andere Rolle ein – und zwar stieß ich in diesem Jahr zum ersten Mal dem Organisationsteam zu.  Meine Aufgaben umfassten neben dem Aufhängen aktueller Timetables und dem Beantworten von Fragen der Teilnehmer, Betreuer und Lehrer, die ununterbrochen im Office aufkreuzten, mit besonderem Fokus das Bestücken und Updaten der Facebook-Seite des GYPT sowie der eigenen Website.

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Auch nach Abschluss des Finales und der Preisverleihungszeremonie pausierte ich keine halbe Stunde, denn sofort ging es weiter nach Köln. Für eine neue Turnsession im Kalten. Für was das? Für das Musical-Cats-Projekt der CottonCandy-Company. Aktuelle Fotos werde ich bald auf meiner Homepage hochladen – versprochen. Bis dahin könnt ihr euch gerne mit dem bereits vorhandenen Material beschäftigen.

Auch danach ging es noch nicht direkt nach Hause: Eine Ferienwohnungsübernachtung folgte, um mich vom kalten Turnen am Rhein wieder aufzuwärmen, bevor es zum nicht minder kalten Quadfahren nach Düren weiterging. Zwar froren dabei meine Finger tatsächlich fast ab und auch meine Zehen brauchten trotz mehrlagiger Sockenschicht im Anschluss an diese Aktion ein paar Stunden, bis sie mir verziehen hatten, aber Spaß machte das Fahren auf den kleinen Gefährten mit vier Rädern trotzdem.

Und dann? Nun ja, dann ging es gleich wieder über Würzburg mit dem Fernbus nach Erlangen. Denn die Bearbeitung dieser 17 Physikprobleme, die es bis zum 01.04 vorzubereiten gilt, um in Moskau eine realistische Chance gegen die Teams der anderen Länder zu haben, hat es wirklich in sich – und da wird jeder „freie“ Tag genutzt.

Gestern zurückgekommen bleibt mir heute nun gerade noch ausreichend Zeit, um alle finalen Dinge zu regeln – bevor es morgen früh nach China losgeht.

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