Zwischen Weihnachten und dem Neuen Jahr

Für Neujahr hatte ich eigentlich geplant, als Reiseleiterin auf eine Busreise nach Zürich mitzufahren. Neujahr in dieser Stadt wäre sicher etwas aufregender gewesen, als in Waldbronn vor der Haustür. Ihr merkt es sicher schon an den verwendeten Konjunktiven. Irgendetwas an diesem Plan scheint nicht wirklich aufgegangen zu sein. Und – richtig. Die Reise musste abgesagt werden. Stattdessen wurde ich umgebucht. Nun ging es einen Tag früher nach Amsterdam. Meine erste Erfahrung als Reisebegleiterin stand vor der Tür.

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Im strömenden Regen setze ich meine Füße auf Amsterdamer Boden. Schon einmal vor viereinhalb Jahren hatte ich die Gelegenheit in einem Familienurlaub diese beeindruckende Stadt, die nicht nur für ihre Coffee Shops berühmt ist, zu besichtigen. Nun war ich zum zweiten Mal hier. 12 Stunden in Amsterdam, bevor es am Abend die Nacht hindurch wieder zurückgehen würde. Auf der Hinfahrt hatte alles geklappt. Ich musste die Zusteigenden auf der Liste abhaken, Getränke verkaufen, Durchsagen machen, auf Pausen hinweisen… und schließlich die über 40 Teilnehmer mit den Worten „Der Bus kann hier nicht warten. Wenn ihr also auch nur minimal zu spät seid, könnt ihr ihm hinterherwinken!“ in die niederländische Metropole entlassen. Während der Großteil der Teilnehmer direkt in den nächsten Coffee Shop wandelt, mache ich mich daran, Amsterdam zum zweiten Mal zu entdecken.

Neben den typischen Attraktionen wie der alten und neuen Kirche, dem ruhigen Begijnhof, dem Tempel im chinesischen Viertel, dem Amsterdammuseum und den Rotlichtmilieustraßen, besteig ich das oberste Stockwerk des Hiltonhotels um vom dortigen Café aus die Aussicht über Amsterdam zu genießen. Auch die Käseverkostung in einigen der Läden sowie im Käsemuseum und der Besuch des Blumenmarktes dürfen nicht fehlen.

Mein Schirm bäumte sich das ein oder andere Mal aufgrund der starken Windböen auf, und ich werde trotzt dieser tollen Erfindung  pitschnass. Wenigstens ist es mit 13°C sehr warm, sodass mir die Nässe bis auf meine bald schon unangenehm feuchten Socken nichts anhaben kann. Dennoch freue ich mich, als es gegen Mittag doch aufhört, von oben auf mich einzuprasseln.

In dem so besseren Wetter, kann ich einen langen Spaziergang in eine etwas weiter entfernte Grünanlage unternehmen und am Abend erwartet mich das groß angekündigte Lichterfest. Die kleinen Stationen enttäuschten mich zwar ein wenig, dennoch kann ich den Ausflugstag damit gut abschließen und mich auf den Weg zum Bus begeben, an dem erstaunlicherweise alle Reiseteilnehmer pünktlich eintreffen. Meine Worte haben also Wirkung gezeigt.

 

 

 

 

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